Die Geschichte hinter INCLUSIGN

Taktile Straßenschilder für eine barrierefreie Orientierung im öffentlichen Raum

Was passiert, wenn ein Straßenschild zwar gut sichtbar, aber für Menschen mit Sehbehinderung kaum erreichbar oder lesbar ist? Aus einer solchen Alltagssituation entstand die Idee für INCLUSIGN – ein taktiles Straßenschild zur barrierefreien Orientierung im öffentlichen Raum.
Die Geschichte beginnt mit Volker König und einer Begegnung in einer fremden Stadt. Sie führte zu einer einfachen Frage: Warum sollten Straßennamen nicht auch ertastbar und auf einer erreichbaren Höhe angebracht sein?

Wie aus einer Alltagssituation eine Idee wurde

Volker König, Jahrgang 1944 und Ingenieur der physikalischen Technik, lebt in Wedel und ist seit 55 Jahren blind. Als er eines Tages gemeinsam mit einem sehbehinderten Freund in einer fremden Stadt unterwegs war, stellte sich die Suche nach dem richtigen Straßennamen als unerwartet große Herausforderung heraus.

Die Straßenschilder waren in rund 2,30 Metern Höhe angebracht – zu hoch, um den Straßennamen aus der Nähe zu erfassen.

Sein Freund löste das Problem kurzerhand auf seine eigene Weise: Er kletterte am Mast des Straßenschildes hoch, um die Beschriftung lesen zu können.
Für Volker König war diese Situation der Anstoß für eine Idee.

„Da kam mir die Idee der kleinen Zusatzschilder, die in einer auch für Rollstuhlfahrer und Kinder angemessenen Höhe angebracht sein sollten.“

Volker König

Aus dieser Beobachtung entstand die Idee für ein taktiles Zusatzschild für Straßennamen – und damit der Ausgangspunkt für INCLUSIGN.

Das Problem: Straßenschilder sind nicht für alle erreichbar

Orientierung muss mehr können als sichtbar sein

Herkömmliche Straßenschilder werden meist in einer Höhe von etwa 2,30 Metern montiert. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist diese Anordnung problematisch: Der Straßenname kann häufig nicht oder nur sehr schwer visuell erfasst werden. Auch das Ertasten der Information ist in dieser Höhe nicht möglich.

Genau hier setzt INCLUSIGN an.

Das taktile Straßenschild ergänzt bestehende Straßenschilder um eine zusätzliche Informationsebene. Der Straßenname wird in einer Höhe von etwa 1,30 Metern angebracht und kann dadurch leichter visuell erfasst und mit den Händen ertastet werden.

Die niedrigere Montagehöhe bietet zugleich Vorteile für Rollstuhlfahrer, Kinder und Menschen mit eingeschränkter Körpergröße.

Eine notwendige Lösung für ein alltägliches Problem: Der Straßenname ist nur durch Klettern zu erkennen.

Die Lösung: Straßennamen zum Lesen und Ertasten

INCLUSIGN macht Orientierung zugänglich

INCLUSIGN ist ein taktiles Zusatzschild für bestehende Straßenschilder. Es verändert die vorhandene Beschilderung nicht, sondern ergänzt sie um eine barrierefreie Möglichkeit, Straßennamen zu erfassen.

Durch erhabene Schrift und taktile Informationen können Straßennamen nicht nur gelesen, sondern auch ertastet werden. Die zusätzliche Beschilderung wird in einer gut erreichbaren Höhe von etwa 1,30 Metern montiert.

Damit schafft INCLUSIGN eine weitere Möglichkeit der Orientierung im öffentlichen Raum – insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen.

Das Prinzip ist bewusst einfach: Information dort anbieten, wo sie erreichbar, lesbar und ertastbar ist.

Von der Idee zum Produkt

Aus der ursprünglichen Idee von Volker König haben wir ein konkretes Produkt entwickelt. Dabei stand nicht nur die taktile Darstellung des Straßennamens im Mittelpunkt. Entscheidend war die Frage, wie sich eine solche Lösung sinnvoll in bestehende Orientierungs- und Leitsysteme im öffentlichen Raum integrieren lässt.

Wir haben die Idee konstruktiv weiterentwickelt und auf die Anforderungen an ein robustes, gut wahrnehmbares und dauerhaft einsetzbares taktiles Straßenschild übertragen.

So entstand INCLUSIGN als inklusive Ergänzung zu bestehenden Straßenschildern – mit dem Ziel, Orientierung für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.

INCLUSIGN - Orientierung, die man fühlen kann

Ein taktiles Leitsystem für mehr Barrierefreiheit

Ein Straßenschild muss nicht nur aus der Entfernung sichtbar sein. Für eine wirklich inklusive Orientierung müssen Informationen auch für Menschen zugänglich sein, die sie nicht oder nur eingeschränkt sehen können.

INCLUSIGN verbindet deshalb visuelle und taktile Orientierung und ergänzt bestehende Beschilderungen um eine erreichbare Informationsebene.

So wird aus einem herkömmlichen Straßennamen eine Information, die gesehen, gelesen und ertastet werden kann.

Was als einfache Idee an einem Straßenschild begann, wurde zum Ausgangspunkt für eine neue Möglichkeit der barrierefreien Orientierung.

Johannes Gorges

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Sie interessieren sich für taktile Straßenschilder, barrierefreie Beschilderung oder inklusive Orientierungssysteme im öffentlichen Raum? Wir informieren Sie gerne über INCLUSIGN und die Möglichkeiten einer individuellen Umsetzung.
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